Büromieten in Tokio gesunken
24. Februar 2010
Tokio (JAPANMARKT) – Die Büromieten in der japanischen Hauptstadt sind 2009 im Durchschnitt gegenüber dem Vorjahr um 21 Prozent zurückgegangen. Tokio rückte allerdings mit einem Jahresmietpreis von 1.441 Euro pro Quadratmeter - das entspricht 120 Euro pro m² monatlich – erneut an die Weltspitze. Auf den Plätzen zwei und drei folgten bekannte Standorte in Europa und Asien.
Das Londoner Westend nahm mit 1.220 Euro Jahresmiete pro Quadratmeter den zweiten Rang ein, während Hongkong mit 1.207 Euro auf den dritten Rang zurückfiel, ermittelte die internationale Immobilienagentur Cushman & Wakefield.
Nach ihren Angaben sind die Mietpreise für Büros im Vorjahr so stark eingebrochen wie noch nie. In Singapur sanken sie um 45 Prozent, in Hongkong um 35 Prozent und im Londoner Westend um 25 Prozent. In Vietnam reduzierten sich die Büromietpreise sogar um 53 Prozent.
Der etwas weniger tiefe Einbruch in Japan sowie die Aufwertung des Yen zum Euro und Dollar sorgten dafür, dass Tokio wieder zum teuersten Bürostandort der Welt wurde.
2010 wird es nach einer Prognose der internationalen Immobilienberatung Knight Frank allerdings zu einer Trendumkehr an den weltweiten Büromärkten kommen. Die Mieten würden nach den starken Rückgängen in 2009 stabil bleiben oder sogar steigen.
Teuerster Standort in 2009 war auch bei Knight Frank Tokio mit Spitzenmieten von 1.191 Euro pro Quadratmeter und Jahr. Es folgen das Londoner West End (795 Euro), Paris (740 Euro) und Moskau (730 Euro). St. Petersburg (571 Euro) stieg vom 13. auf den fünften Platz auf. Danach folgen Abu Dhabi (569 Euro), Dubai (569 Euro), Singapur (533 Euro) und Honkong (510 Euro). Platz Zehn nimmt die Londoner City (510 Euro) ein, die vorher an zwölfter Stelle lag.
Kleine und mittlere ausländische Unternehmen weichen wegen der hohen Mieten in der Hauptstadt selbst in die umliegenden Städte Kawasaki, Yokohama und Chiba aus. Dort sind die Büromieten schnell um die Hälfte niedriger. Außerdem bieten Präfekturen wie Chiba sogar direkte Mietsubventionen für ausländische Firmen an.
Foto: flickr/jeroen020






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