Deutsche Bautechnik stark gefragt

5. März 2010  

Tokio (JAPANMARKT) – Auf dem Bau- und Wohnungsmarkt in Japan warten große Chancen für Energiespartechnik aus Deutschland. Denn Japan will bis 2020 ein Viertel weniger Treibhausgase als 1990 ausstoßen – dafür sollen die Neubauten 40 Prozent energieeffizienter werden. In diesem Bereich werden immerhin 15 Prozent der CO2-Emissionen erzeugt.

Damit ist jetzt ein idealer Zeitpunkt für die deutsche Baustoff- und Gebäudetechnikindustrie, mit ihrem Know How und ihren innovativen Produkten den japanischen Markt in Angriff zu nehmen.

Mit knapp 1 Million neu gebauter Wohneinheiten ist der japanische Markt viermal größer als der deutsche.

Das Potenzial zur Energieeinsparung wurde mittlerweile auch von Regierungsseite erkannt.

Durch Verschärfung der Energiespargesetze sollen alle Neubauten energieeffizienter gestaltet werden. Ziel ist, bis 2020 den Wärmeverlust um zwei Fünftel zu senken.

Auch Mittel aus den jüngsten Konjunkturpaketen fließen in den Baubereich. So werden etwa “langlebige Wohnhäuser” über ein neues auf vier Jahre angelegtes Programm gefördert.

Vor diesem Hintergrund suchen japanische Baustoffhändler, Architekten und Bauunternehmen Produkte, die diesen Anforderungen gerecht werden, zumal sie auch von Endverbrauchern zunehmend nachgefragt werden.

Für deutsche Unternehmen ist der Zeitpunkt also günstig, sich mit innovativen Produkten in diesem lukrativen Markt zu engagieren. Dabei gilt es natürlich mögliche Hürden wie Zulassungsbestimmungen zu nehmen und den richtigen Weg zum Markteintritt zu finden.

Bereits bestehende Aktivitäten und Plattformen wie die “German Eco Housing Initiative” und der vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte deutsche Gemeinschaftsstand auf der Japan Home & Building Show (Tokyo, 10.-12. November 2010) können dafür genutzt werden.

In einem Infoseminar am 17. März 2010 in Köln können Vertreter relevanter Unternehmen und Verbände aus erster Hand Informationen von Experten zu den Chancen auf dem japanischen Markt, Möglichkeiten des Markteintritts sowie über mögliche Hürden im Bereich von Standards und Zulassungen erhalten.

Veranstalter ist der HDH Hauptverband der deutschen Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie.

Foto: flickr / shok

Kommentare

Ein Kommentar zu “Deutsche Bautechnik stark gefragt”

  1. ReginaM am 13. Mai 2010

    1 Million neu gebauter Wohneinheiten ist eine wirklich große Anzahl. Danke für den interessanten Artikel über Japan.

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