Erster Denim-Stoff aus Seide
2. Februar 2010
Tokio (JAPANMARKT) – Dem Textilhersteller Showa ist es gelungen, einen Denim-Stoff aus Seide herzustellen, der die natürliche Leichtigkeit und Weichheit dieser Proteinfasern beibehält.
Normalerweise werden die Fäden bündelweise in Indigo gefärbt, bevor daraus ein Denim-Stoff gewoben wird. Doch die stark basischen Eigenschaften von Indigo lösen die Fasern auf.
Hersteller Showa aus der Provinz Okayama – unter Jeans-Liebhabern seit langem für ihre besonderen Denim-Stoffe berühmt – hat das Färbemittel und den Färbeprozess so verändert, dass dieses Problem nicht mehr auftritt.
Ein Denim-Stoffe aus Wolle, der mit dem neuen Verfahren hergestellt wurde, erhielt im vergangenen Herbst den „Handle Prize“ bei einem internationalen Stoffwettbewerb in Paris.
Showa will ihre neuen Seide- und Wolle-Denims Modeherstellern im Luxusbereich anbieten.
Ein 1,4 mal 1 Meter großes Tuch aus Seiden-Denim kostet nach einem Bericht im Nikkei Marketing Journal rund 7.000 Yen und damit zehn Mal so viel wie ein Denim aus Baumwolle.
Für Denim aus Wolle in der gleichen Größe werden 5 000 Yen verlangt.
Showa will in diesem Jahr (bis Ende November) mit Denim einen Umsatz von 1 Milliarde Yen (knapp 8 Millionen Euro) machen.
Foto: Showa






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