64 GByte-Chip von Toshiba fürs iPhone

16. Dezember 2009  

Tokio (JAPANMARKT) – Ein neuer Toshiba-Chip mischt die Unterhaltungselektronik auf. Erstmals gelang es Ingenieuren von Japans größtem Chiphersteller, einen Flashspeicher vom Typ NAND mit einer Kapazität von 64 GByte serienreif zu produzieren. Das hat bisher kein anderer Chiphersteller geschafft.

Der Chip verbindet eine Kontrolleinheit mit sechzehn 32 Gbyte-Chips, die in der 32 Nanometer-Technik gefertigt werden. Durch eine Ausdünnung des Chips und Überlagerungstechniken ist der Speicher nur noch 30 Mikrometer dick.

In der Praxis könnte dieser Chip die bisherige Speicherkapazität von iPods und Smartphones verdoppeln oder sogar vervierfachen. Die 64 GByte entsprechen nach den Berechnungen von Toshiba 1.070 Stunden Musik, 8 Stunden HD-Video oder 19 Stunden Normal-Video.

In der Branche machte deshalb sofort das Gerücht die Runde, dass die Chips nächstes Jahr in neuen Versionen des iPhone und iPod zum Einsatz kommen.

Das iPhone benutzt nur einen einzelnen Flash-Speicherchip und könnte deshalb auf 64 GByte aufstocken, während der iPod mit einer Doppeleinheit auf 128 GByte käme.

Apple setzt bisher NAND-Chips von Toshiba für 8, 16 und 32 GByte in seinen Geräten ein. Laut Schätzungen verbraucht der Konzern ein Viertel des weltweiten Flashspeicher-Volumens.

Toshiba liefert die ersten Chips im Dezember aus und fährt dann die Produktion auf 3 Millionen Stück monatlich hoch – genau die Menge, die zum Apple-Profil passen würde.

Mehr unter: http://www.toshiba.co.jp/about/press/2009_12/pr1501.htm

Foto: Toshiba

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