Export stark, Produktion stark

21. April 2017 von  

Export stark, Produktion starkTokio (JAPANMARKT/fr) – Ungeachtet des festeren Yen nehmen Japans Exporte weiter deutlich zu. Nach der OECD hat nun auch der Internationale Währungsfonds seine Japan-Prognose für das Wachstum in diesem Jahr um die Hälfte auf 1,2 Prozent angehoben.

Größtes Exportplus seit Januar 2015

Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt steigerte ihre Ausfuhren im März um 12 Prozent zum Vorjahr auf 7,2 Billionen Yen (61,5 Milliarden Euro). Das ist fast doppelt so kräftig wie erwartet und das größte Plus seit Januar 2015. Vor allem Autoteile und Stahl waren gefragt.

Dazu passten sowohl der Anstieg des Geschäftsklima-Index in der monatlichen Reuters-Umfrage, der im April auf dem höchsten Stand seit August 2007 war, als auch die Zunahme des japanischen Einkaufsmanager-Index Nikkei/Markit für die Industrie, der  im April um 0,4 Punkte auf 52,8 anstieg.

Mehr Exportaufträge auch im April

Die Sub-Komponenten dieses Indexes für neue Exportaufträge, Beschäftigung und Produktionsmenge legten in einem höheren Tempo zu als im Vormonat. Daraus schließen Analysten, dass die japanischen Exporte auch im laufenden April mit anhaltend hoher Rate wachsen.

Zurück zum März: Ebenso unerwartet sprangen im Vormonat die Importe um 6,2 Prozent auf 6,6 Billionen Yen. Hier machte sich der Anstieg der Energiepreise um rund ein Drittel zum Vorjahr bemerkbar, da Japan weiter auf hohe Importe fossiler Brennstoffe für Wärmekraftwerke als Ersatz für abgeschaltete Atommeiler angewiesen ist.

Unterm Strich ergab sich ein Handelsüberschuss von 614,7 Milliarden Yen. Das war etwas weniger als im Februar, aber mehr als erwartet. Im Ende März ausgelaufenen Fiskaljahr erzielte Japan erstmals seit der Atomkatastrophe von Fukushima im März 2011 einen Handelsbilanzüberschuss auf Jahresbasis.

Konjunkturerholung in China stützt

Nach dem Sprung um 28,2 Prozent im Februar wuchsen die Exporte nach China im März um 16,4 Prozent zum Vorjahr. Die Daten wurden durch das bewegliche Neujahrsfest verzerrt, aber deuten grundsätzlich auf eine breite Konjunkturerholung in China hin.

Davon scheint auch das übrige Asien zu profitieren, denn die japanischen Ausfuhren in diese Länder stiegen (nach 20,9 Prozent im Februar) um 16,3 Prozent. Der Export in die USA verbesserte sich mit einem Zuwachs um 3,5 Prozent auf 1,4 Billionen Yen im Vergleich zur Stagnation im Februar kaum.

Foto: flickr/Bernard Spragg. NZ Öffentliche Domäne

Kommentare

Bitte schreiben Sie hier Ihren Kommentar...
Hier gibt es mehr Informationen, falls Sie ein Profilbild mit ihrem Kommentar anzeigen möchten gravatar!