Skyline von Tokio noch dichter

20. April 2017 von  

Skyline von Tokio noch dichterTokio (JAPANMARKT/fr) – In Japans Hauptstadt wird gebaut wie verrückt. Der Boom macht die Skyline von Tokio immer dichter. Zugleich wird das neue Angebot bald die Büromieten drücken.

Neuangebot steigt um fast die Hälfte

Nach einer Zählung der Finanzagentur Bloomberg werden bis 2020 mindestens 45 neue Hochhäuser in Tokio fertig. Dadurch wächst das Neuangebot an Büroflächen in den nächsten drei Jahren um fast 50 Prozent gegenüber dem Angebot der vorangegangenen drei Jahre.

Der derzeitige Bauboom ist eine Folge der expansiven Geldpolitik der japanischen Notenbank seit dem Frühjahr 2013. Seitdem sind die Zinsen für Hypothekenkredite kontinuierlich gesunken, was die Finanzierung neuer Gebäude deutlich verbilligte.

In den drei Zentralbezirken Chiyoda, Chuo und Minato der Hauptstadt kommen in den nächsten drei Jahren 1,8 Millionen Quadratmeter an neuer Bürofläche auf den Markt. Dort werden drei Viertel der neuen Gebäude errichtet. Darunter sind Hochhäuser nahe dem Bahnhof Tokio, aber auch der Neubau des Hotels Okura.

Büromietpreise dürften sinken

Der Bauboom dürfte nach Einschätzung von Analysten zu fallenden Büromietpreisen führen. Denn in der Vergangenheit nutzten viele Unternehmen ein Überangebot an neuen Gebäuden, um sich durch einen Umzug vom Standard her zu verbessern, ohne dafür einen höheren Mietpreis zu zahlen.

Immobilienfondsverwalter wiederum ergreifen die Gelegenheit, um Gewinne aus gestiegenen Grundstückspreisen einzustreichen. So verkaufte soeben die deutsche Union Investment ein 17.600 Quadratmeter große Bürogebäude mit zehn Etagen im Stadtteil Koto aus dem Bestand des Publikumsfonds „Uniimmo: global“ an den japanischen Baukonzern Shimizu.

Foto: Skyline von Tokio (flickr/kana hata CC BY-NC-ND 2.0)

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