“Monozukuri” als Japans Stärke

27. Januar 2012 von  

Tokio (JAPANMARKT) – Wer mit japanischen Herstellern spricht, bekommt irgendwann das Wort “monozukuri” zu hören. Diese “Herstellungskunst” soll der Grund sein, warum japanische Firmen am liebsten in Japan produzieren. Jetzt musste sogar Toshiyuki Shiga, Chef des Automobilverbandes, den mythischen Begriff erklären.

Wörtlich übersetzt bedeutet “mono” Sachen und “zukuri” herstellen. Was bedeutet also das zusammengesetzte Wort? Handwerkskunst? Produktionsfähigkeit? Vor einer Gruppe ausländischer Journalisten rang Shiga um Worte. Es gebe keine einfache Erklärung, druckste er.

Monozukuri meine nicht nur fortgeschrittene Produktionstechniken wie etwa die Just-in-time-Produktion. “Monozukuri ist der Geist der Arbeiter, exzellente Produkte zu machen und auch die Fähigkeit, die Prozesse und Systeme der Fertigung ständig zu verbessern”, sagte Shiga. Dies sei die Quelle von Japans Stärke.

Wenn die Firmen ihre Fabriken in Japan behalten wollten, dann ginge es weder um Emotionen noch um Nationalismus. Es ginge auch nicht um die Erhaltung alter Handwerkskunst, sondern schlichtweg um geschäftliche Logik. Dies sei mit dem Professionalismus und dem Gefühl für Initiative in der japanischen Belegschaft verbunden.

Foto: Kunstwerk “Journey in Motion” von Paul Veroude (Nissan)

 

Kommentare

Ein Kommentar zu ““Monozukuri” als Japans Stärke”

  1. Lean Management in E-Commerce Operations | DIGITALHANDELN am 16. Februar 2017

    […] nennen sich in Japan solche Unternehmen, die ein schlankes Produktionssystem implementiert haben, Monozurki-Unternehmen […]

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